Wärmewende Telgte
Aktuelles:
Kreisweite Sanierungswochen vom 23.02.2026 - 08.03.2026.
© Kreis Warendorf
Sanierungswochen im Kreis Warendorf - Kostenlose Energieberatung für Privathaushalte in Telgte
>> Anmeldung über vhs-warendorf.de
Im Rahmen der Sanierungswochen im Kreis Warendorf bietet die Verbraucherzentrale NRW für Telgter Bürger*innen an sechs Tagen Beratung zu Gebäudesanierung und Energiesparen an.
Hohe Energiekosten und voranschreitender Klimawandel lassen immer mehr Menschen darüber nachdenken, was sie tun können, um den Energieverbrauch zu senken. Welches Heizsystem ist zukünftig für meine Immobilie das richtige? Wie dick muss die Dämmung sein? Und wie kann ich möglichst energiesparend leben?
Antworten für alle, die sich diese und ähnliche Fragen zur Energieeinsparung stellen, gibt es bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale. In persönlichen Beratungsgesprächen geben Yannick Wulff oder Ulrich Victor-Ulmke, Energieberater für die Verbraucherzentrale, detaillierte, auf die individuelle Fragestellung zugeschnittene Handlungsempfehlungen.
Termin vereinbaren
Die Energieberatung für Privathaushalte findet an folgenden Terminen statt:
· Montag, 23. Februar, 9:00 bis 17:00 Uhr, ehemaliges Landgasthaus, Brinker Damm 2, 48291 Telgte Vadrup
· Dienstag, 24. Februar, 9:00 bis 17:00 Uhr, kleiner Sitzungssaal, Rathaus Telgte, Baßfeld 4-6, 48291 Telgte
· Donnerstag, 26. Februar, 9:00 bis 17:00 Uhr, Gemeindehaus Raestrup, Raestrup 38, 48291 Telgte
· Montag, 2. März, 9:00 bis 17:00 Uhr, Willkommenshaus Westbevern, Grevener Str. 46, 48291 Telgte
· Dienstag, 3. März, 9:00 bis 17:00 Uhr, kleiner Sitzungssaal, Rathaus Telgte, Baßfeld 4-6, 48291 Telgte
· Donnerstag, 5. März, 14:00 bis 18:00 Uhr, kleiner Sitzungssaal, Rathaus Telgte, Baßfeld 4-6, 48291 Telgte
Buchen Sie Ihren die 60-minütigen Termin einfach über die Homepage der Volkshochschule unter vhs-warendorf.de
Telefonische Terminanfragen werden unter der Telefonnummer 02504/2153 angenommen.
Für inhaltliche Fragen melden Sie sich bitte bei Sophia Haschke unter 02504 13-304 oder per E-Mail an klimaschutz@telgte.de.
Die Beratung ist dank Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentrale kostenlos.
Weitere Veranstaltungen finden Sie auf der Homepage zur Kreisweite Sanierungswochen vom 23.02.2026 - 08.03.2026.
Vergangene Veranstaltung:
Wärmepumpeninfotag 13.11.2025
Hier finden Sie die Präsentationen Anja Floethenmeyer-Woltmann
Hier finden Sie die Präsentation von Peter Uenning
Am 13.11 fand der Wärmepumpeninfotag im Bürgerhaus der Stadt Telgte statt. vom 16:30 Uhr bis 20:00 Uhr haben sich rund 100 Bürgerinnen und Bürger über Wärmepumpen und Sanierungen informiert. Dabei standen die Stadtwerke Ostmünsterland, die Verbraucherzentrale NRW, regionale Energieberater und Handwerksunternehmen aus Telgte für Fragen bereit.
Auftakt Wärmewende Telgte
Am 29. April 2025 fand im Bürgerhaus Telgte eine Informationsveranstaltung zur kommunalen Wärmeplanung statt. Über 60 interessierte Bürgerinnen und Bürger nahmen teil, um sich über aktuelle Projekte und Planungen zur klimafreundlichen Wärmeversorgung zu informieren.
Eröffnet wurde die Veranstaltung von Bürgermeister Wolfgang Pieper, der die Bedeutung der Wärmewende für die Stadt Telgte betonte aber auch eingangs die Erwartungen auf konkrete Antworten minderte. Die Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung steht noch ganz am Anfang. Im Anschluss präsentierten verschiedene Referentinnen über Wärmenetze und dezentrale Lösungen.
Ellen Baumhöfer von den Stadtwerken Ostmünsterland informierte über laufende Wärmenetzprojekte im Versorgungsgebiet und erläuterte das übliche Vorgehen bei Interessenbekundungen von Anwohnerinnen und Anwohner. Darüber hinaus wurden die Themen Elektrifizierung von Wärme und der notwendige Ausbau des Stromnetzes behandelt.
Seitens der Stadtverwaltung gaben Julia Lückfeldt, Fachbereichsleiterin für Stadtentwicklung und Nachhaltigkeit, sowie Sophia Haschke aus dem Klimaschutzmanagement Einblicke in die Wärmeversorgung sowohl in Neubaugebieten als auch in bestehenden Quartieren. Zudem stellen sie Beratungsmöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger in Aussicht.
Ein weiterer Programmpunkt war der Beitrag von Corinna Knepper von der Innovation Citymanagement GmbH (ICM), die den Stand in den drei Projektgebieten aus der kommunalen Wärmeplanung vorstellte. Unterstützt wurde sie dabei von Herr Taugs von den Abwasserbetrieben TEO. Besonders hervorgehoben wurde das Projektgebiet am Waldschwimmbad, wo durch nahegelegene Abwasserleitungen eine potenzielle Wärmequelle identifiziert wurde. Eine erste Potenzialstudie soll die technische Umsetzbarkeit nun klären.
Auch im Ortsteil Orkotten gibt es Fortschritte: Hier berichtete Herr Boge über den aktuellen Stand der Planungen.
Nach der Zusammenfassung aller Vorträge durch Bürgermeister Pieper hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, Fragen zu stellen. Im Anschluss an den offiziellen Teil konnten sich die Gäste an verschiedenen Projekttischen weiter informieren, austauschen und eigene Ideen einbringen. Dabei wurden bereits erste interessante Ansätze zur dezentralen Wärmeversorgung diskutiert.
Die Stadt Telgte bedankt sich herzlich bei allen Teilnehmenden für das große Interesse und die engagierten Beiträge.

Hier finden Sie das Abschlussdokument der kommunalen Wärmeplanung.
Im April 2021 hat der Ausschuss für Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Mobilität der Stadt Telgte eine Klimastrategie verabschiedet. Das Hauptziel ist, dass Telgte bis 2040 bilanziell klimaneutral wird. Gleichzeitig arbeitet die Gemeinde Ostbevern an einer Aktualisierung ihrer Klimastrategie mit dem Ziel, bis 2035 bilanziell klimaneutral zu sein.
Um die ehrgeizigen Klimaziele beider Kommunen zu erreichen, ist vor allem die Reduzierung von CO2-Emissionen im Wärmesektor entscheidend, der für einen Großteil des CO2 Ausstoßes verantwortlich ist. Dazu planen Telgte und Ostbevern gemeinsam eine strukturierte und umfassende Wärmeleitplanung. Ziel dieser Wärmeplanung besteht darin, den vor Ort besten und kosteneffizientesten Weg zu einer klimafreundlichen und fortschrittlichen Wärmeversorgung zu ermitteln. Die koordinierte Entwicklung der kommunalen Wärmeplanung im Kooperationsverbund soll ein zukunftsorientiertes Wärmekonzept über die Stadtgrenzen hinaus ermöglichen und langfristig weiterentwickeln.
Mit der Gesetzesnovelle zum Gebäudeenergiegesetz ab (GEG), die am 01. Januar 2024 in Kraft getreten ist, wird die Erstellung einer kommunalen Wärmeplanung für Kommunen mit weniger als 100.000 Einwohnern bis 2028 verpflichtend. Telgte und Ostbevern wollen ihren Bürgern mit einem möglichst frühzeitig erstellten kommunalen Wärmeplan Planungssicherheit bieten und so eine zügige Umstellung auf klimafreundliche Heizungen ermöglichen.
Die Novelle des Gebäudeenergiegesetztes (GEG) hat viel Unsicherheit ausgelöst - insbesondere mit Blick auf die eigene Heizanlage. Fest steht: Spätestens ab 2029 müssen neue Heizungen mit einem bestimmten Anteil erneuerbarer Energien betrieben werden, der in den darauffolgenden Jahren weiter steigen wird.
An bestehenden und reparationsfähigen Anlagen muss erstmal nichts geändert werden. Dennoch kann es sinnvoll sein, sich möglichst frühzeitig mit der Zukunft der eigenen Wärmeversorgung auseinanderzusetzen und die Fördermöglichkeiten zu nutzen. Hierfür brauchen die Bürgerinnen und Bürger jedoch eine Planungssicherheit. Diese Planungssicherheit soll eine kommunale Wärmeplanung bieten.
Das heißt zum Beispiel: Bei einem Gebäude steht in den nächsten Jahren eine vollständige Erneuerung einer Ölheizung an. Für den Gebäudeeigentümer stellt sich nun die Frage, welche Wärmeversorgung für ihn in Zukunft und langfristig sinnvoll ist. Eine kommunale Wärmeplanung kann bei dieser Entscheidung ein wichtiger Kompass sein.
Weitere Informationen erhalten Sie hier oder informieren Sie sich bei der Verbraucherzentrale.
Die wichtigsten Fakten im Downloadflyer.
Bei der Erstellung einer kommunalen Wärmeplanung wird ermittelt, welche Gebiete in welcher Weise mit Wärme versorgt werden sollen und wie erneuerbare Energien und vorhandene Abwärme genutzt werden können. Hierfür wird eine Bestands- sowie eine Potentialanalyse erstellt, aus denen schließlich Zielszenarien ermittelt werden können. Die Kommunale Wärmeplanung wird für die Stadt Telgte und die Gemeinde Ostbevern im Kooperationsverbund im Zeitraum vom 01. Dezember 2023 bis 30. November 2024 erstellt. Bei er Erstellung des Wärmekonzeptes werden die Gemeinde Ostbevern und die Stadt Telgte durch die Innovation City Management GmbH (www.icm.de) begleitet.
Die Bestandsanalyse umfasst die Ermittlung der aktuellen Wärmebedarfe und -verbräuche beider Kommunen. Dies beinhaltet die Identifizierung der Gebäudetypen, Baualtersklassen, sowie der Versorgungsstruktur, inklusive Wärme- und Gasnetze, Heizzentralen und Speicher. Auch die Beheizungsstruktur von Wohn- und Nichtwohngebäuden wird erfasst.
In der Potenzialanalyse werden die verfügbaren Potenziale für erneuerbare Energien und Abwärme untersucht. Zusätzlich werden die Einsparmöglichkeiten für Raumwärme, Warmwasser und Prozesswärme in verschiedenen Sektoren (Haushalte, Dienstleistung, Gewerbe und Handwerk, Industrie und öffentliche Liegenschaften) ermittelt.
Unter Berücksichtigung der Bestands- und Potenzialanalyse wird ein Zielszenario entwickelt, bei dem der Wärmebedarf bis zum Zieljahr durch erneuerbare Energien gedeckt wird. Die Zieljahre sind 2035 für Ostbevern und 2040 für Telgte. In der Wärmestrategie wird ein Transformationspfad für das dargestellte Zielszenario aufgezeigt. Dafür wird ein Maßnahmenkatalog mit Umsetzungsprioritäten und einem Zeitplan für die nächsten Jahre erarbeitet. In diesem Katalog werden die Maßnahmen zur Erreichung der erforderlichen Energieeinsparung sowie der Aufbau der zukünftigen Gas- und Wärmenetzstruktur mit räumlicher Einordnung dargestellt.
Während der Erstellung der Bestandsanalyse, Potenzialanalyse, des Zielszenarios und des Maßnahmenkatalogs werden lokale Akteure eingebunden, und die Öffentlichkeit wird zu gegebenen Zeitpunkten entsprechend informiert.
Ja, die kommunale Wärmeplanung ist eine zu 90% geförderte Maßnahme (Förderkennzeichen: 67K26019; Projektträger: Zukunft-Umwelt-Gesellschaft gGmbH)
Unternehmen im Austausch zur kommunalen Wärmeplanung
Auf Einladung der Stadt Telgte fanden sich interessierte Unternehmen zu einer Informationsveranstaltung zum Thema „Kommunale Wärmeplanung“ im Rathaus der Stadt Telgte ein. Ziel der Veranstaltung war es, über die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung zu informieren und gemeinsam mit den Anwesenden mögliche Lösungsansätze zu diskutieren.
Hintergrund der Veranstaltung ist die gesetzliche Verpflichtung zur kommunalen Wärmeplanung, die von der Bundesregierung als wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer treibhausgasneutralen Wärmeversorgung bis 2045 verankert wurde. Vor diesem Hintergrund wurde die Innovation City Management GmbH von der Stadt Telgte beauftragt, ein entsprechendes Konzept zu entwickeln. Im Rahmen der Veranstaltung stellte Frau Corinna Knepper, Projektleiterin für die Wärmeplanung in Telgte und Ostbevern, die aktuellen Planungen vor und ging auf die wichtigsten Fragen ein, die derzeit die Unternehmen beschäftigen.
Im Anschluss an den informativen Teil folgte ein Workshop, in dem die Teilnehmenden gemeinsam konkrete Herausforderungen und Chancen für Unternehmen in Telgte erörterten und sich über bisherige Lösungsansätze und Aktivitäten in den Betrieben austauschten. Die Unternehmen berichteten u.a. über die Themen der Energieeinsparung, der Nutzung von Photovoltaik, Blockheizkraftwerke, Biogasanlagen, Luftwärmepumpen und dem damit verbundenen erforderlichen innerbetrieblichen Management. Dabei wurde deutlich, dass die Integration der lokalen Unternehmen ein wichtiger Baustein für eine erfolgreiche kommunale Wärmeplanung ist.
Die Veranstaltung stieß auf großes Interesse und wurde von den Teilnehmenden als wertvolle Gelegenheit wahrgenommen, sich aktiv in den Planungsprozess einzubringen und Informationen aus erster Hand zu erhalten. Bürgermeister Wolfgang Pieper betonte in seinem Abschlusswort, wie wichtig es sei, alle relevanten Akteure frühzeitig in den Prozess einzubinden: „Nur gemeinsam können wir eine zukunftsfähige Wärmeversorgung in Telgte sicherstellen, die sowohl den Klimaschutz voranbringt als auch die Bedürfnisse der Unternehmen unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten berücksichtigt.“
Die Stadt Telgte plant, den Dialog mit den Unternehmen fortzusetzen, um die kommunale Wärmeplanung erfolgreich umzusetzen und Telgte auf den Weg in eine klimaneutrale Zukunft zu führen. Weitere interessierte Unternehmen an der Thematik werden gebeten sich mit Andreas Bäumer (Tel. 02504 / 13298; Email: andreas.baeumer@telgte.de) als Wirtschaftsförderer der Stadt Telgte in Verbindung zu setzen.
© Stadt Telgte
Großes Interesse am Informationsabend zur kommunalen Wärmeplanung
© Stadt Telgte, Andreas Bäumer
Auf großes Interesse bei den Telgter Bürgerinnen und Bürgern stieß am Montagabend die von der Stadt Telgte initiierte Informationsveranstaltung zur kommunalen Wärmeplanung. Unter dem Motto "Neue Heizung notwendig? Kommunaler Plan soll Entscheidungshilfe bieten" fanden sich über 100 Interessierte im Bürgerhaus ein, um sich über die zukünftigen Heizungsoptionen und die anstehenden Änderungen durch das novellierte Gebäudeenergiegesetz zu informieren.
Die Vorträge und Präsentationen der Expertinnen der Innovation Citymanagement GmbH (ICM) und der Stadtwerke Ostmünsterland boten den Anwesenden einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Heizungstechnologien, die grundsätzlich als Ersatz für alte Heizungsanlagen in Frage kommen, sowie über die verfügbaren Fördermöglichkeiten und Beratungsstellen. Insbesondere die Themen Wärmepumpe, klimafreundliche Heiztechniken und Förderprogramme stießen auf großes Interesse.
Die Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, um zahlreiche Fragen zu stellen, die von den beiden Expertinnen Corinna Knepper und Ellen Baumhöfer ausführlich und fachkundig beantwortet wurden. Die Diskussionen drehten sich um die praktische Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen, die Kosten und die langfristigen Vorteile einer klimafreundlichen Wärmeversorgung. Für die Stadtverwaltung Telgte stellte Fachbereichsleiterin Julia Lückfeldt heraus, dass die Stadt sich bereits vor der gesetzlichen Pflicht zur Wärmeplanung auf den Weg gemacht und den Prozess angestoßen habe. „Das gibt den Bürgerinnen und Bürgern schon frühzeitig eine erste Orientierung über die Grundlagen der künftigen Wärmeversorgung.“
Die kommunale Wärmeplanung, die derzeit von ICM bis November 2024 abschließend erarbeitet wird, wurde als zentrales Instrument zur Förderung einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Wärmeversorgung vorgestellt. Das abschließende Konzept soll aufzeigen, welche grundsätzlichen Heizungstechnologien in den unterschiedlichen Quartieren von Telgte und Ostbevern sinnvoll sein könnten und den Bürgerinnen und Bürgern eine erste Übersicht für die zügige Umstellung auf zukunftsfähige Heiztechniken bieten.
Da der kommunale Wärmeplan gebietsübergreifend für die Stadt Telgte und die Gemeinde Ostbevern erarbeitet wird, findet die zweite Informationsveranstaltung am Montag, dem 24. Juni 2024, im BEVER-Forum des Rathauses Ostbevern statt. Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung unter www.icm.de/veranstaltungen gebeten.
Die Präsentationen von den Referentinnen Frau Corinna Knepper (ICM) und Ellen Baumhöfer (Stadtwerke Ostmünsterland) sowie weitere Informationen finden Sie hier. Rückfragen beantwortet gerne der Wirtschaftsförderer der Stadt Telgte, Andreas Bäumer (Tel. 02504 / 13-298; andreas.baeumer@telgte.de).
Neue Heizung notwendig? Kommunaler Plan soll Entscheidungshilfe bieten. Stadt Telgte und Gemeinde Ostbevern laden zu kostenlosen Informationsabenden ein.
Die Heizung ist für Immobilieneigentümer*innen und Mieter*innen im Normalfall ein klassisches Winter-Thema. Dabei ist es jedoch ratsam, sich bereits im Sommer über eine neue Heizung Gedanken zu machen und diese unter Umständen noch vor der Heizperiode auszutauschen. Durch die Novellierung des Gebäudeenergiegesetzes – auch als „Heizungsgesetz“ bekannt – ist allerdings viel Unsicherheit entstanden. Insbesondere stehen die Fragen im Raum, durch welche Technologie (z.B. Wärmepumpe) eine alte Heizungsanlage sinnvoll ersetzt werden kann und welche Fördermöglichkeiten sowie Beratungsstellen es gibt. Um den Bürger*innen hier eine Entscheidungshilfe an die Hand zu geben, lassen die Stadt Telgte und die Gemeinde Ostbevern aktuell gemeinsam durch das Büro Innovation City Management GmbH (ICM) eine kommunale Wärmeplanung erarbeiten.
Was genau der Inhalt dieser Planung ist und welchen Mehrwert sie für die Anwohner*innen bietet, stellen die beiden Kommunen nun im Rahmen von Informationsabenden vor. Diese finden am Montag, 17. Juni 2024, um 19:00 Uhr im Bürgerhaus der Stadt Telgte, Baßfeld 9, 48291 Telgte sowie am Montag, 24. Juni 2024, um 19:00 Uhr im BEVER-Forum des Rathauses Ostbevern statt. Die Teilnahme an den Informationsabenden ist kostenlos. Inhaltlich werden die Abende durch das Büro ICM und die Stadtwerke Ostmünsterland gestaltet.
Die kommunale Wärmeplanung ist ein zentrales Instrument auf dem Weg zu einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Wärmeversorgung. Angesichts der zeitkritischen Herausforderungen des Klimawandels und der Notwendigkeit, den CO2-Ausstoß zu reduzieren, ist die Entwicklung eines fundierten Wärmeplans von entscheidender Bedeutung.
Konkret soll das aktuell zu entwickelnde Konzept aufzeigen, welche Heizungstechnologie in den unterschiedlichen Bereichen beider Kommunen sinnvoll eingesetzt werden kann. Dabei zeigt es nicht nur den vor Ort besten und kosteneffizientesten Weg zu einer klimafreundlichen Wärmeversorgung auf, sondern ermöglicht auch Planungssicherheit für Bürger*innen bei der zügigen Umstellung auf zukunftsfähige Heiztechniken.
Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung unter www.icm.de/veranstaltungen gebeten. Bei Rückfragen stehen der Wirtschaftsförderer der Stadt Telgte, Andreas Bäumer (Tel. 02504 / 13 298; andreas.baeumer@telgte.de) und der Leiter des Fachbereichs Bauen, Planen, Umwelt der Gemeinde Ostbevern, Moritz Hillebrand (Tel. 02532 / 82-47; hillebrand@ostbevern.de), zur Verfügung.
Telgte und Ostbevern starten gemeinsame Initiative zur Erstellung Kommunaler Wärmeplanung
Die beiden Kommunen Telgte und Ostbevern setzen einen wegweisenden Schritt in Richtung nachhaltige Wärmeversorgung: Vergangene Woche fiel für die gemeinsame Erstellung einer Kommunalen Wärmeplanung der Startschuss. Diese kooperative Initiative zielt nicht nur darauf ab, die zukünftigen Anforderungen an die Wärmeversorgung zu erfüllen, sondern setzt auch ein klares Zeichen für aktiven Klimaschutz auf kommunaler Ebene und zeigt auf wie Telgte und Ostbevern klimaneutral werden können.
Bürgermeister Wolfgang Pieper, Stadt Telgte, und Bürgermeister Karl Piochowiak, Gemeinde Ostbevern betonen die Bedeutung dieses proaktiven Vorgehens: "Mit der gemeinsamen Kommunalen Wärmeplanung zeigen wir, dass Telgte und Ostbevern nicht nur ihre Verantwortung für die Umwelt ernst nehmen, sondern auch entschlossen handeln. Wir sind stolz darauf, als Stadt und Gemeinde bereits jetzt die Weichen für eine nachhaltige und effiziente Wärmeversorgung zu stellen." Gemäß der am 01. Januar 2024 in Kraft getretenen Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG), ist die kommunale Wärmeplanung für kleinere Kommunen bis 2028 verpflichtend und wird zu 90% gefördert. Für Telgte und Ostbevern soll dementsprechend bereits vier Jahre vor dieser Frist eine kommunale Wärmeplanung erstellt werden. So sollen Bürgerinnen und Bürger sowie Gewerbetreibende bereits Ende dieses Jahres eine Planungssicherheit bei der Entscheidung für ihre zukünftige Energieversorgung erhalten.
Im Rahmen der Kommunalen Wärmeplanung werden verschiedene Aspekte sorgfältig analysiert, um eine effiziente und umweltfreundliche Wärmeversorgung für Telgte und Ostbevern sicherzustellen. Dazu gehören unter anderem eine genaue Bestandsaufnahme der vorhandenen Wärmeinfrastruktur, die Identifizierung von Potenzialen zur Steigerung der Energieeffizienz sowie die Integration erneuerbarer Energien. Die Innovation City Management GmbH wurde für die Entwicklung einer Wärmewendestrategie und eines sich daraus ergebenen Maßnahmenkatalogs beauftragt. Lokale Akteure, insbesondere die Energieversorger vor Ort, werden eng in den gemeinsamen Prozess eingebunden.
Die nun begonnene Erarbeitung der kommunalen Wärmeplanung hat dabei zunächst informellen Charakter. Das heißt geplante und anstehende Neuerungen am eigenen Gebäude können gezielt und in Abstimmung mit der kommunalen Strategie umgesetzt werden. Gleichzeitig ergibt sich dadurch keine vorzeitige Pflicht zum Heizungstausch. Bürgerinnen und Bürger erhalten stattdessen frühzeitige und belastbare Informationen zu geplanten Wärmestrategien in ihrer Umgebung und können sich bereits jetzt mit den daraus resultierenden Fragestellungen und vorhandenen Fördermöglichkeiten auseinandersetzen. In diesem Zusammenhang ist auch die Bereitstellung von Informationen zu gesetzlichen Fragestellungen, die sich aus dem neuen Gebäudeenergiegesetzt (GEG) ergeben, geplant.