Freizeittipps
Wissenswertes über alte Handwerkskunst lernen, in der Natur unterwegs sein oder ein Besuch bei einer Wasserburg: Das Freizeitangebot in Telgte ist vielseitig und abwechslungsreich.
Blaufärberhaus Memmesheimer
Den Namen erhielt das Haus von der Stiftung Kleines Bürgerhaus. Sie stellt damit zum einen eine bauliche Besonderheit heraus, die sich in der Verbindung von der zentralen Küche zum Innenhof entdecken lässt: drei nebeneinander in den Boden eingelassene Küpen. Das sind Behältnisse – großen Fässern ähnlich – für die Aufnahme von Flüssigkeiten, die der Blaufärber beim handwerklichen Einfärben von Tuchbahnen mit dem blauen Pflanzenfarbstoff Indigo verwendet. Im Blaufärberhaus haben die Küpen rund gemauerte Wände. Im 19. Jahrhundert übte hier ein Blaufärber, auch als Schönfärber oder Blaudrucker bezeichnet, seinen Beruf aus. Bis zum ausgehenden 19. Jahrhundert arbeiteten noch weitere Färber in Telgte an der Juffernstiege und an der Ecke König-/Münsterstraße. Sie nutzten die nahe Ems zum Waschen der Tücher.
Zum zweiten ehrt die Stiftung mit dem Namenszusatz den Stifter Dr. Paul Arthur Memmesheimer, der das Haus bewahrte und bewohnte.
Naherholungsgebiet Lauheide und Friedhof Lauheide
Naherholungsgebiet Lauheide und Waldfriedhof Lauheide
Das Naherholungsgebiet Lauheide liegt direkt an der Ems zwischen Handorf, Telgte und Westbevern. Lauheide ist ein Rückzugsgebiet für gefährdete Pflanzen und Tiere, darunter viele Vogelarten, Reptilien, Amphibien und seltene Fledermausarten.
Waldfriedhof Lauheide
Der Waldfriedhof Lauheide ist mit seinen über 82 Hektar der größte städtische Friedhof Münsters. Er liegt vor den Toren der Stadt eingebettet in einem Naherholungsgebiet direkt an der Ems zwischen Handorf, Westbevern und Telgte. Rund 41.000 Gräber sind harmonisch in das Waldgebiet integriert, so dass Trauernden und Besuchern in besonderer Weise ein Ort zum Erinnern, Besinnen und Verweilen geboten wird.
Mit 17 verschiedenen Bestattungsmöglichkeiten bietet der Friedhof für Verstorbene aus Münster und Telgte ein vielseitiges Angebot - so vielfältig, wie Menschen es sich wünschen und es das Bestattungsgesetz des Landes NRW zulässt: Von verschiedenen pflegefreien Baumurnengrabarten oder dem Kolumbarium im Gebäude, über Wahl- und Reihengräber bis hin zu individuell gestalteten Landschaftsgräbern reicht das breite Angebot, ganz nach dem Leitsatz „mein Leben – meine Stadt – mein Platz“. Die Begräbnisstätten sind harmonisch in die naturbelassene Landschaft eingefügt. Der Friedhof ist damit zugleich auch ein einzigartiger Landschafts- und Erholungsgarten sowie Naturschauplatz zahlreicher, zum Teil vom Aussterben bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Praktizierender Natur- und Umweltschutz kennzeichnet die Bewirtschaftung des Friedhofs. Der Verzicht auf Gifte und Streusalz ist ebenso selbstverständlich wie möglichst unversiegelte Wege. Es wird Rindenmulch eingesetzt und Komposterde verwendet, statt Hochmoortorf und künstlichem Dünger. Der großräumige Friedhof bietet eine sehr gute Infrastruktur mit übersichtlichem Wegleitsystem, das eine hilfreiche Orientierung gibt.
Der zweite Weltkrieg hat nicht nur die Entstehung sondern auch das Erscheinungsbild des Friedhofs beeinflusst: Kriegsgräber mit Verstorbenen verschiedener Nationen erinnern an die im Krieg Gefallenen und bieten Raum für Besinnung und Stille.
Die Friedhofsverwaltung bietet regelmäßig Veranstaltungen wie z.B. Führungen an.
Weitere Informationen zum Waldfriedhof Lauheide finden Sie hier: https://www.stadt-muenster.de/umwelt/friedhoefe/waldfriedhof-lauheide
Alte Handarbeitstechniken
Mitten in der Altstadt Telgtes findet sich eine große private Ausstellung alter Handarbeitstechniken. Inhaberin und passionierte Handarbeitsexpertin Ursula Lorke zeigt 57 Tableaus (0,60x1,20m) mit zahllosen, wunderschönen Handarbeiten aus alter Zeit: Soutache, Tambour, alle Spitzen, Sticken, Häkeln, Stricken und vieles mehr. Auch die Entstehung der einzelnen Stile und Techniken (Von der Seidenspinnerei zum Seidentuch/ Seidenstraße; Vom Leinsamen zum Leinenhemd/ Flachsstraße; Vom Schaf zum Wollpullover/ Wollstraße) wird anschaulich dargestellt. Darüber hinaus finden sich weitere interessante Sammlungen wie z.B. 140 Ari-Püppchen (DDR) in der Ausstellung. Rund 20 weitere Themenbereiche widmen sich u.a. alten Perlentechniken oder der "Württembergischen Perlstickerei".
Der Besuch der Ausstellung ist nur im Rahmen einer Führung möglich.
Pro Stunde: 30,00 Euro für bis zu 8 Personen, jede weitere Person 1,00 Euro.
Information:
Ursula Lorke
Münsterstr. 3
48291 Telgte
Tel. 02504 3461
bridge.telgte@t-online.de
www.event-telgte.de
48291 Telgte
Emsauenpark
Telgte liegt mit dem Emsauenpark im Naturschutzgebiet Emsaue, das wegen seiner hohen ökologischen Bedeutung sogar als europäisches Naturschutzgebiet ausgewiesen ist.
Der Emsauenpark verfügt über sehr schöne Rundwege an denen man herrlich spazieren und etwas über die Natur lernen kann.
Hier geht es zum Flyer mit den Rundwegen und Informationen zum Park.
Der Emsauenpark ist auch Teil des Projektes wegbar, das für barrierefreies Reisen steht. Hier finden dazu mehr Informationen.
Flugplatz Berdelhafen
Auf einer über 850 Meter langen Asphaltpiste und einer 1000 Meter lange Grasbahn können Motorsegler, Sport- und Ultraleichtflugzeuge starten und landen. Von der Aussichtsterrasse des ansässigen Restaurants Berdelhafen hat man einen herrlichen Blick auf die Landebahn und kann dem Flugverkehr zuschauen. Oder Sie machen selbst einen Rund- oder Schnupperflug. Informationen dazu finden Sie hier.
Für Radbegeisterte ist Berdelhafen ein gut geeigneter Startpunkt um Radtouren zu unternehmen. Eine Vielzahl an Themenrouten wie die 100 Schlösser Route oder der R1 liegen in unmittelbarer Nähe des Flughafens. Im Restaurant Berdelhafen können Gäste einkehren und den Flugbetrieb beobachten.
Golfplätze
Die Golfclubs Gut Hahues in Telgte, Aldruper Heide in Greven und Brückhausen in Alverskirchen bieten wunderschöne Golfplätze mit einem stimmigen und freundlichen Ambiente. Alle Anlagen sind einfühlsam eingebettet in die münsterländische Parklandschaft.
Auch auf Gut Hahues in Telgte ist die schöne Landschaft mit Eichen, Hecken, sumpfigen Gräben und Heideflächen erhalten geblieben. Die Anlage in der Telgter Harkampsheide hat alles, was einen guten Golfplatz ausmacht - fern von Straßenlärm und Alltagshektik.
Die Golfplätze Aldruper Heide in Greven und Brückhausen in Alverskirchen sind nur wenige Autominuten von Telgte entfernt.
Haus Langen und Wassermühle
Haus Langen liegt etwas mehr als einen Kilometer südwestlich von Westbevern-Dorf unmittelbar an der Bever. Das Haus ist umgeben von einer großen Ringwallanlage mit doppeltem, teilweise sogar dreifachem Graben. Allgemein wird die Entstehung dieser Anlage vor dem Jahr 1000 angenommen. Die Ringwallanlage diente früher als Fliehburg für die Bewohner der umliegenden Bauerschaften. Bereits in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts ist diese Anlage aus Allgemeinbesitz an die Herren von Langen übergegangen, die ihren Sitz ursprünglich in der Nähe von Lingen hatten. Sie legten innerhalb der Ringgräfte eine Burg an. 1378 kam Haus Langen durch Heirat an die Herren von Letmathe, die dort über 300 Jahre residierten. Im 16. und 17. Jahrhundert hat dieses ursprünglich märkische Geschlecht einflussreiche Stellungen in Münster und seinem Domkapitel eingenommen. Von der alten Burganlage existiert nur noch das Torhaus, ein Backsteingiebelhaus münsterscher Art mit Schießscharten und dem Wappen derer von Lethmathe. Heutiger Besitzer ist Freiherr von Elverfeldt genannt von Beverhörde-Werries. Mit dem Ausbau der Burganlage im 13. Jahrhundert dürfte die Errichtung einer Mahlmühle einhergegangen sein, die erstmals 1298 erwähnt wird. Die Erweiterung zu einer Doppelanlage mit Ölmühle erfolgte später (vor 1635). Die beiden heutigen Mühlen, die mehrere Vorgängerbauten hatten, sind 1813/1814 gebaut worden. Bis in die 1950er Jahre war die Mahlmühle noch in Betrieb. Haus Langen mit seiner Doppelmühle ist ein wunderschön gelegenes Ausflugsziel für Radfahrer und ein beliebtes Objekt für Maler, Zeichner und Fotografen. Haus Langen liegt am EmsRadweg und an der 100-Schlösser-Route.
© Siegfried Becker
Steinzeitlicher Grabhügel und Pfostenallee
Bei archäologischen Grabungen in den 1980er Jahren wurde in Telgte-Raestrup ein großer Grabhügel entdeckt, auf den eine fast 40 Meter lange Pfostenallee zuführt. Man nimmt an, dass hier vor ca. 3.700 Jahren in einer prozessionsähnlichen Zeremonie bestattet wurde. Im Rahmen der „Regionale 2004“ wurden die Grabhügel und die Pfostenallee, die am EmsRadweg liegen, rekonstruiert.
Die Pfostenallee liegt direkt am EmsRadweg Richtung Warendorf, östlich der Straße Alte Rennbahn.
Naherholungsgebiet Klatenberge
Im Norden der Stadt liegen die Klatenberge. Das Naturschutzgebiet mit dem dichten Kiefernwald, der großzügigen Heidelandschaft und den aus der Eiszeit stammenden Sanddünen wird von vielen schmalen Wegen und Pfaden durchzogen. Besonders im Herbst bietet die blühende Heide einen unvergesslichen Anblick. Hier ist ein wunderbarer Platz für ein Picknick mit Freunden.
Hier finden Sie ein Video zum Naturschutzgebiet.
Hier geht es zu weiteren schönen Ausflugstipps in Telgte für Kinder.








