Wallfahrt
Jährlich begrüßen die Kirchengemeinde St. Marien und die Stadt Telgte rund einhunderttausend Pilgerinnen und Pilger, die die Wallfahrtskapelle mit dem Gnadenbild der schmerzhaften Muttergottes besuchen.
Das Telgter Gnadenbild, aus Pappelholz geschnitzt, ist um 1370 entstanden. Möglicherweise handelt es sich um die Schenkung eines um 1390 in Lübeck verstorbenen Telgter Kaufmanns für das elterliche Grab auf dem Telgter Kirchhof. 1466 wurde ein Dach vor das Marienbildnis gebaut, das diejenigen, die dort beteten, vor Wettereinflüssen schützen sollte. Dies ist ein erster Hinweis, dass die Grabstiftung zu einem Mittelpunkt der Marienverehrung aufgestiegen war. Damals gab es allerdings noch keine Wallfahrten. Eine wichtige Rolle spielte aber die Frömmigkeit vergangener Zeiten. Die Menschen baten Maria in den Nöten des Alltags um Hilfe und erhofften sich Wunder. Solche Wunder sind zahlreich überliefert.
Dass Telgte schließlich zum Marienwallfahrtsort aufgestiegen ist, verdankt die Stadt dem münsterischen Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen, der von 1650 bis 1678 regiert hat. Er wollte der reformatorischen Bewegung, die 1517 durch Martin Luther ausgelöst worden war und auch das Münsterland erfasst hatte, ein Ende setzen. Dabei spielte die Marienverehrung eine ganz besondere Rolle. 1651 genehmigte der Fürstbischof die erste große Wallfahrt nach Telgte. Am 1. Juni 1654 legte er dann den Grundstein für eine neue Wallfahrtskapelle.
Ab 1701 erhöhte sich die Zahl der Wallfahrten beträchtlich, als der Fürstbischof von Plettenberg bestehende Wallfahrten des Münsterlandes vom niederrheinischen Kevelaer nach Telgte umlenkte.
Ein besonderes Ereignis war das Wallfahrtsjubiläum 1904: damals wurde das Telgter Gnadenbild offiziell vom Papst anerkannt.
Die Osnabrücker Wallfahrt ist heute die größte Fußwallfahrt Deutschlands. Nach dem zweiten Weltkrieg haben sich zahlreiche neue Wallfahrtstraditionen entwickelt, zum Beispiel die Glatzer Wallfahrt. 1988 wurde - zum 750. Jubiläum der Stadt Telgte - die Kutschenwallfahrt ins Leben gerufen.
Mit dem Programm „Atem schöpfen“ können Wallfahrer und interessierte Gruppen die Emsstadt besonders gut kennenlernen.
Pilgern Sie entlang der "Bildstockroute", "Schutzengelroute" oder entlang der "Hofkreuzroute" durch das Telgter Umland. Voraussetzung für diese Rundrouten ist gutes Wandervermögen über mehrere Stunden. Die Touren eignen sich auch für Radfahrer. Oder Sie entdecken den Alten Kreuzweg.
Hier können Sie die Routen herunterladen:
Alle Termine der Wallfahrten nach Telgte finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.
Jährlich begrüßen die Kirchengemeinde St. Marien und die Stadt Telgte rund einhunderttausend Pilgerinnen und Pilger, die die Wallfahrtskapelle mit dem Gnadenbild der schmerzhaften Muttergottes besuchen.
Das Telgter Gnadenbild, aus Pappelholz geschnitzt, ist um 1370 entstanden. Möglicherweise handelt es sich um die Schenkung eines um 1390 in Lübeck verstorbenen Telgter Kaufmanns für das elterliche Grab auf dem Telgter Kirchhof. 1466 wurde ein Dach vor das Marienbildnis gebaut, das diejenigen, die dort beteten, vor Wettereinflüssen schützen sollte. Dies ist ein erster Hinweis, dass die Grabstiftung zu einem Mittelpunkt der Marienverehrung aufgestiegen war. Damals gab es allerdings noch keine Wallfahrten. Eine wichtige Rolle spielte aber die Frömmigkeit vergangener Zeiten. Die Menschen baten Maria in den Nöten des Alltags um Hilfe und erhofften sich Wunder. Solche Wunder sind zahlreich überliefert.
Dass Telgte schließlich zum Marienwallfahrtsort aufgestiegen ist, verdankt die Stadt dem münsterischen Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen, der von 1650 bis 1678 regiert hat. Er wollte der reformatorischen Bewegung, die 1517 durch Martin Luther ausgelöst worden war und auch das Münsterland erfasst hatte, ein Ende setzen. Dabei spielte die Marienverehrung eine ganz besondere Rolle. 1651 genehmigte der Fürstbischof die erste große Wallfahrt nach Telgte. Am 1. Juni 1654 legte er dann den Grundstein für eine neue Wallfahrtskapelle.
Ab 1701 erhöhte sich die Zahl der Wallfahrten beträchtlich, als der Fürstbischof von Plettenberg bestehende Wallfahrten des Münsterlandes vom niederrheinischen Kevelaer nach Telgte umlenkte.
Ein besonderes Ereignis war das Wallfahrtsjubiläum 1904: damals wurde das Telgter Gnadenbild offiziell vom Papst anerkannt.
Die Osnabrücker Wallfahrt ist heute die größte Fußwallfahrt Deutschlands. Nach dem zweiten Weltkrieg haben sich zahlreiche neue Wallfahrtstraditionen entwickelt, zum Beispiel die Glatzer Wallfahrt. 1988 wurde - zum 750. Jubiläum der Stadt Telgte - die Kutschenwallfahrt ins Leben gerufen.
Mit dem Programm „Atem schöpfen“ können Wallfahrer und interessierte Gruppen die Emsstadt besonders gut kennenlernen.
Pilgern Sie entlang der "Bildstockroute", "Schutzengelroute" oder entlang der "Hofkreuzroute" durch das Telgter Umland. Voraussetzung für diese Rundrouten ist gutes Wandervermögen über mehrere Stunden. Die Touren eignen sich auch für Radfahrer. Oder Sie entdecken den Alten Kreuzweg.
Hier können Sie die Routen herunterladen:
Alle Termine der Wallfahrten nach Telgte finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.




